Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern stellt diskriminierendes Pfarrpersonal unter Schutz

Am 03.04.2025 hat die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beschlossen, dass es künftig einen einheitliche Trauung für alle Menschen geben wird. „Nur“ 8 Jahre nach der Einführung der Ehe für Alle ist die Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern tatsächlich zu dem Entschluss gekommen, dass Queere Menschen auch eine Trauung verdient haben. 1

Alles gut? Leider nein.

Das Pfarrpersonal in Bayern ist dazu berechtigt die Trauung von queeren Menschen abzulehnen. Werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung anders behandelt, nennt man das einen Diskriminierung. Angeblich aus Gründen des Gewissensschutzes ist es queerfeindlichem Pfarrpersonal weiterhin gestattet, Menschen auf Grundlage ihrer sexuellen Orientierung zu diskriminieren. 2

Die Synodenpräsidentin Annekathrin Preidel hatte in der Synode am 02.03.2025 zu einer Schweigeminute aufgerufen und eingeräumt, dass queeren Menschen in der Vergangenheit großes Leid zugefügt wurde. Dass die Menschen, die in der Vergangenheit queere Menschen diskriminiert haben künftig weiterhin diskriminieren dürfen, erwähnte sie nicht. 3

  1. vgl. „Trauung für alle“: Bayerns Protestanten trauen nun alle Paare (externer Link), BR, 03.04.2025 ↩︎
  2. vgl. „Trauung für alle“: Bayerns Protestanten trauen nun alle Paare (externer Link), BR, 03.04.2025 ↩︎
  3. vgl. „Trauung für alle“: Bayerns Protestanten trauen nun alle Paare (externer Link), BR, 03.04.2025 ↩︎
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