Initiative zur Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt der Landeskirche Hannovers und EKD
Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland
Hamburg-Schnelsen, KITA
Einem Erzieher einer kirchlichen KITA in in Stove wurde 2011 der taz zufolge vorgeworfen ein Kind der KITA sexuell missbraucht zu haben. Nach Bekanntwerden des Vorwurfs trennte sich die KITA einvernehmlich von dem Mitarbeiter. Die zuständige Landeskirche Hannovers tat nichts weiter. 2 Jahren später arbeitete der Mann dann wieder in einer kirchlichen KITA in Hamburg-Schnelsen. Dort bestand der Verdacht, dass er 9 Kinder missbraucht haben soll. 1
Hamburg-Ochsenwerder, Kirchengemeinde St. Pankratius
Gemäß Mitteilung der Kirchengemeinde St. Pankratius in Hamburg-Ochsenwerder wird einem ehemaligen Pastor der Gemeinde vorgeworfen, im Jahr 2022 für sexuelle Handlungen mit einem 15-Jährigen bezahlt zu haben und auf den Jugendluchen eingewirkt zu haben. Gemäß Kirchengemeinde wurde der Pastor nach bekanntwerden der Vorwürfe von seinem Amt suspendiert.2
Lohbrügge, KITA
In einer Hamburger Kita des Kirchenkreises Ost in Lohbrügge missbrauchte ein Erzieher ein sechsjähriges Mädchen. Er wurde zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Mutter des Kindes bemerkte Auffälligkeiten und informierte sofort die Polizei. Der Erzieher gestand die Taten, sogar mehr als angeklagt waren. Kritisiert wurde das Kita-Team, das überfordert reagierte, obwohl es Schutzkonzepte gab.34
Altholstein, Kirchenkreis
Ein Mitarbeiter der Kirchenkreises Altholstein soll gemäß Pressebericht in den 1990er Jahren gegenüber 13 minderjährigen Pfadfindern sexualisierter Gewalt ausgeübt haben. Laut einer Pastorin soll es bereits in den 1990er Jahren Vorwürfe gegen den mutmaßlichen Beschuldigten gegeben haben. Diesem sei jedoch nur gekündigt worden und es wäre nicht zur Anzeige gekommen.5
Ahlbeck/Zinnowitz, Kirchengemeinde
Im Jahr 2020 kam es auf einer Konfirmandenfreizeit auf Usedom dazu, dass von den 20 Konfirmandeninnen und Konfirmanden unangemessene Fotos gemacht wurden. Die Fotos wurden von einem Mitarbeiter der Kirchengemeinde Ahlbeck auf Usedom gemacht. Ein Mitarbeiter der Kirchengemeinde Zinnowitz habe dies toleriert. Auf den Fotos waren unter anderem Konfirmanden beim Duschen zu sehen; teilweise auch die Geschlechtsteile. Aus den Fotos war einen DVD zum Verteilen erstellt worden. Auf der DVD war ein Foto des Hinterns einer Konfirmandin so abgedruckt, dass das Loch in der Mitte der DVD genau auf der Mitte des Hinterns lag. Als die Nordkirche im Herbst 2020 von der Angelegenheit erfuhr, wurde die Präventionsstelle der Nordkirche eingeschaltet. Es wurde entschieden, dass der Mitarbeiter, der die Fotos gemacht hatte, keine Abmahnung erhalten würde. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Ahlbeck, die mit dem Mitarbeiter befreundet war, hatte sich gegen eine Abmahnung ausgesprochen. Mit dem Mitarbeiter aus Zinnowitz wurde sich gar nicht beschäftigt. Die Betroffenen von der Konfirmandenfreizeit sagten gegenüber dem NDR, dass sie nicht öffentlich über das Thema sprechen wollten, das sie befürchteten als „Nestbeschmutzer“ gesehen zu werden. Im Jahr 2023, 3 Jahre nachdem die Nordkirche von dem Vorfall Kenntnis erlangt hatte, stelle sie einen Strafanzeige.67
Ahrensburg, Kirchengemeinde
Der Pastor missbraucht mutmaßlich in den 70er und 80er Jahren Jugendliche aus der Gemeinde. Eine Präferenz für ein bestimmtes Geschlecht scheint er nicht zu haben. 1984 heiratet er ein Frau die 5 Söhne mit in die Ehe bringt. 3 Söhne missbraucht der Pastor ebenfalls. 1989 wird die Ehe geschieden; der Kirchenvorstand entscheidet entgegen der Praxis, dass er auch nach der Scheidung in der Gemeinde bleiben kann. 1999 wendet sich ein ein Missbrauchsopfer an die zuständige Pröpstin. Die Pröpstin erwirkt eine Versetzung in eine Jugendstrafanstalt; der Grund dafür, dass sie den Pastor nicht anzeigt ist ist nicht bekannt. 2010 wendet sich das Missbrauchsopfer, dass sich 1999 vergeblich an die Pröpstin gewendet hatte an die Zuständige Bischöfin; Maria Jepsen. Diese fordert Ermittlungen; tritt aber kurze Zeit später zurück.8
Hamburg-Hausbruch, Kirchengemeinde
Gemäß Medienbericht soll in Hamburg-Hausbruch, in der Thomasgemeinde der Leiter des Posaunenchors Anfang der 1990er Jahre einen damals 12-jährigen Jungen sexuell missbraucht habe. Der Beschuldigte hätte den Chor bis 2007 ehrenamtlich geleitet. Erst 2013 habe die Kirche von den Vorwürfen Kenntnis erlangt da sich der Vater des Betroffenen bei der Kirche gemeldet hätte. 9